"Campus-Legenden" mit Philipp Westermeyer

Shownotes

Philipp Westermeyer, Medienunternehmer und Gründer der Digitalplattform OMR, blickt im Gespräch mit Universitätspräsident Dr. Hauke Heekeren auf seinen außergewöhnlichen Bildungs- und Berufsweg zurück. Aufgewachsen in Essen und früh medienbegeistert, führte ihn ein Zufall während des Zivildienstes in die USA, bevor er sein BWL-Studium zwischen Dortmund und New York absolvierte. Entscheidend wurde später der Wechsel an die neu gegründete Hamburg Media School, wo Westermeyer nicht nur sein Netzwerk aufbaute, sondern auch den Grundstein für seine unternehmerische Laufbahn legte. Er erzählt, wie aus frühen SEO-Experimenten und nebenberuflichen Marketing-Seminaren schließlich OMR entstand. Heute eine der bedeutendsten Plattformen für die europäische Digitalwirtschaft. Im Gespräch mit Universitätspräsident Dr. Hauke Heekeren berichtet er, welche Rolle Hamburg als Studien- und Innovationsstandort spielte, warum Zufälle oft Türen öffnen und weshalb persönlicher Antrieb, Neugier und Mut zum Experimentieren seinen Weg geprägt haben.

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00:00:05: Gebore, neunzehnhundertneunundsiebzig in Essen, zählte zu den prägen Stimmen der deutschen Digitalwirtschaft.

00:00:11: Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Dortmund, Paris und Québec sowie der Medienwissenschaften an der Hamburg-Media-School arbeitete er zunächst bei Gruna und Ja, bevor er eigene Marketing-Firm gründete und erfolgreich verkaufte.

00:00:24: Zwei Tausend Elf rief er in Hamburg das erste Online-Marketing-Rockstars-Festival ins Leben, heute bekannt als OMR, das größte Treffen der Digital- und Medienbranche in Europa.

00:00:35: Seit twenty-fünfzehn moderiert er außerdem den erfolgreichen OMR-Podcast und gilt als einer der profiliertesten Experten für Online-Marketing und digitale Strategien in Deutschland.

00:00:45: Heute ist er zu Gast bei Universitätspräsident Dr.

00:00:48: Hauke Hekerin, der Medienunternehmer und Gründer von OMR, Philipp Westermayer.

00:01:04: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Campus-Legenden.

00:01:07: Mein Name ist Hauke Hekerin und ich bin der Präsident der Uni Hamburg.

00:01:11: Und heute ist mein Gast Philipp Westermeier.

00:01:15: Philipp ist Medienunternehmer und Gründer von OMR, damals als Online-Marketing-Rockstars gegründet, mittlerweile eine der größten Plattformen für die Digitalwirtschaft in Europa.

00:01:26: Und er hat sich zum Unternehmer und Podcast entwickelt und eben mit OMR ein einzigartiges Innovations-Ökosystem rund um Marketing, Medien und Tech aufgebaut.

00:01:37: Neben dem jährlichen OMR-Festival in Hamburg, das damals als kleine Konferenz, das sprechen wir bestimmt für euch noch drüber, als Hobby begann, betreibt er heute mit seinem Team eines der führenden deutschen Digitalunternehmen mit internationaler Strahlkraft.

00:01:52: Ich möchte mit Philipp darüber sprechen, wie er seinen Weg in die Medien- und Digitalwirtschaft gefunden hat, welche Erfahrungen ihn als Gründer geprägt haben und welche Rolle Hamburg als Studienstand dort und dann auch als Standort für Innovation in seinem Leben spielt oder auch gespielt hat.

00:02:11: Schön, dass du heute da bist, dir, Philipp.

00:02:12: Danke dir für die Einladung.

00:02:13: Also, sind das schnell, ihr so was macht das ja schon irgendwie.

00:02:16: Ich ziehe mit den Unipräsidenten.

00:02:18: Als ich hier ankam als Student hätte ich mir das nicht vorstellen können, dass wir ein Podcast eingeladen werden mit dem Unipräs... Also, so ist die neue Welt.

00:02:25: Sehr, sehr cool.

00:02:27: So ist die neue Welt, genau.

00:02:29: Ja, holen Sie mal ab.

00:02:30: Du bist in Essen geboren und auch aufgewachsen und hast dann irgendwann Ende der Neunziger da Abbie gemacht.

00:02:36: Was hast du gesagt?

00:02:37: Achtundneunzig?

00:02:38: Achtundneunzig?

00:02:39: Ja, genau.

00:02:40: Wie sah damals dein Plan aus?

00:02:41: Was hattest du für eine Fantasie?

00:02:43: Wie es weitergeht in deinem Leben?

00:02:44: Also ich hätte schon recht früh diesen Medien drangen und war in einer Schülerzeitung und war bei Radio Essen, Lokalradio und hatte das so alles schon für mich entdeckt, diese Medienwelt.

00:02:53: Man war nur die Frage, wie ich die am besten betrete und hätte dann gedacht, naja, wahrscheinlich irgendwie ein Studium in Flötenessen und dann irgendwo ein Volontariat oder sowas war der klassische Weg irgendwie auch in die journalistische Welt, weil man Man sieht hier erst mal bei den Medien die Redakteure und Digitalisten und die Kommentatoren und sowas.

00:03:10: Man sieht weniger die Menschen im Hintergrund.

00:03:12: Zumindest, wenn man da keine Ahnung von hat, wenn man da als Progebiet-Single, der jetzt da keinen Bezug zu hat über die Familie, dann kann man sich nicht vorstellen, dass da jetzt ja auch irgendwie spannende Business-Jobs hinterstecken.

00:03:22: Und so war ich da eigentlich auf dem Weg, hab dann irgendwie Zivildienst gemacht und dann hat mein Leben eine sehr, sehr ungewöhnliche Wendung genommen.

00:03:28: Und zwar habe ich während des Zivildienstes eine Dame gepflegt, die im Rollstuhl jetzt Querschnitts gelähmt war, so.

00:03:34: war also fünftig, hatte vor ihrem Unfall das deutsche Staatsbürgerin, deswegen Ziviliensten Deutschland bekommen, als geschützt geliebt, aber in den U.S.A.

00:03:41: in den letzten Jahren gelebt.

00:03:43: Da zwei Ehen und auch Kinder.

00:03:45: Eine Tochter kamen sie besuchen.

00:03:48: Der Zufall wollte, die Tochter passte altesmäßig ganz gut zu mir und wir verstanden uns gut, sehr gut.

00:03:53: Und dann war das ein Zivilienst, wo ich halt immer eine Woche bei der Dame dann gewohnt habe.

00:03:58: Tag und Nacht, da die auch verpflegt haben, Nachts und da gekocht haben, alles.

00:04:03: Und dann hatten wir mal drei Wochen frei, um eine Zollmausgleich.

00:04:05: Und so wäre ich eigentlich in dreizehn Monaten, da hätte ich dann dreizehn Einsätze gehabt, dreizehn Wochen.

00:04:11: Aber ein Kollege wurde schwer krank und dann mussten seine Schichten aufgefangen werden und da mussten wir in engerer Taktung arbeiten.

00:04:17: Und dann hatte ich irgendwann nach, glaube ich, sechs Monaten meinen Ziviliens rum, also weil ich die geleisteten Arbeitstag quasi weg war.

00:04:23: Ich hatte wahrscheinlich bei der Frau da Dienst geleistet.

00:04:25: Und hat aber in der Zeit ihre Tochter kennengelernt und die lebte in den USA war Amerikanerin.

00:04:29: und dann habe ich mich gefragt, was mache ich jetzt eigentlich?

00:04:31: und dann haben wir uns überlegt, dann kommt noch mal nach USA, dann machen wir hier mal gemeinsam was.

00:04:36: und dann bin ich dann damit neunzehn in die USA nach New York und ohne jetzt größere Kenntnisse und Mittel und so und hab dann da angefangen.

00:04:45: und dann dann man gemerkt, jetzt studieren kann ich nicht, das kann ich nicht mehr nicht leisten und das ist alles sehr teuer.

00:04:50: und dann habe ich mir einen Studienort gesucht in der Nähe meiner Eltern, wo ich irgendwie einigermaßen auch Pendeln konnte, sagen wir mal, oder nicht so viel vor Ort sein musste.

00:05:00: Und dann habe ich in Dortmund angefangen an einer Fachhochschule, also privaten Fachhochschule, aber das war alles ganz, ganz cool.

00:05:07: ISM heißt die.

00:05:08: Und hab dann dort ab und zu noch bei der Mutter gearbeitet, auch meinen ganzen Flügel bezahlen zu können, das Studienbezahlen zu können.

00:05:15: Er war eigentlich selten da, sondern war dann halt er mit meiner Freundin dann in New York.

00:05:19: Und dann haben wir das... fast drei Jahre so gemacht und dreieinhalb Jahre.

00:05:23: Wow.

00:05:24: Ja, das ist immer wofür Ziviliens auch gut sein kann.

00:05:27: Ja,

00:05:27: genau.

00:05:27: Das war dann halt ein sehr merkwürdiges Studium, weil ich halt irgendwann mal nach Jahren mal einen Kumpel besucht hatte, der hat einen Münster studiert, so den klassischen deutschen Studium, Münster oder Hamburg, Bayreuth, so diese tollen Studienorte.

00:05:38: Hamburg.

00:05:39: Ja, finde ich auch so einer.

00:05:41: Ich kannte Hamburg damals gar nicht, aber zwar für mich.

00:05:43: Auch Berlin ist ja ein scholler Studienort.

00:05:45: Man denkt, okay, da hat man jetzt ein tolles Studienleben.

00:05:47: Und das hatte ich aber so nie kennengelernt.

00:05:49: Ich war wirklich dann zu Hause.

00:05:51: Oder ich bin in die S-Einz im Rohrgebiet.

00:05:52: Du kennst das ja auch.

00:05:53: Ich bin gestiegen nach Dortmund gefahren und habe dann da ein paar Pflichtkurse gemacht.

00:05:57: Ansonsten war ich einfach nicht da.

00:05:58: und dann habe ich in New York gelebt, zugearbeitet und auch gelernt und bin dann zu den Klausuren und so.

00:06:03: Und dann habe ich da auch alle Praktika, alles was gegen den USA gemacht, um halt dann da mit der Beziehung, das irgendwie hinzubekommen.

00:06:09: Jetzt

00:06:09: sagen wir nochmal ganz kurz, du meintest hier so durch, du sagst jetzt die Schülernzeitung, wie hießt die denn?

00:06:16: Sphinx, also wie dieses ägyptische Sphinx, bis heute Himmels Gymnasium essen.

00:06:21: Gibt es noch, oder?

00:06:22: Ich weiß es nicht, aber das Gymnasium ist auf jeden Fall da.

00:06:25: Die

00:06:25: schwerste Zeitung.

00:06:26: Sphinx, okay.

00:06:27: Kannst du dich noch an etwas erinnern, was du da gemacht hast?

00:06:28: Ein Artikel oder was?

00:06:30: Auf

00:06:31: vieles.

00:06:31: Das Beste war eigentlich immer die Sprüche zum Zutragen von den Lehrern.

00:06:34: Es gab in der Mitte so eine Seite, die waren dann so geheftet und ging niemals erst auf.

00:06:38: und dann standen da so... Die gesammelten Lehrersprüche.

00:06:41: Das ging dann auf den Schulhof.

00:06:43: Das hat mich immer so fasziniert.

00:06:44: Da wusste ich, wenn die rauskamen, haben das viele gekauft.

00:06:47: Und dann haben alle da gesessen und die gelesen.

00:06:49: Das haben wir heute nicht mehr so denkbar wahrscheinlich mit Händis und so.

00:06:51: Aber damals gab es halt keine Händis.

00:06:53: Er war halt so was total relevant.

00:06:54: Und dann haben auch die Lehrer geguckt, welche Sprüche von Lehrern, die sie so gemacht haben im Unterricht, wurden dann da auf der Seite abgedruckt.

00:07:01: Und dann waren die so immer so ganz kreuz und quer so Sprüche mit Namen des Lehrers und dann der Spruch.

00:07:04: Normalerweise haben es echt lustige Sachen.

00:07:06: Und das hat wirklich dann so die ganzen Schulkampus da für die Pause dann oder für den Tage, die zwei Tage dann amüsiert und bewegt.

00:07:16: Das fand ich irgendwie schon spektakulär zu sehen, wie man da saß und wusste, wenn ich das jetzt so mache, dann wird das jetzt in den nächsten Tagen hier klar.

00:07:25: auch viele Artikel so was, aber diese Seite war regelmäßig da und dann konnte man da wie Lehrer positionieren.

00:07:30: Es war einfach verrückt da.

00:07:33: Spannend, gut.

00:07:34: Genau, das hast du schon erzählt im Grunde BWL-Studium mit dieser spannenden Konstruktion nur wirklich für die Kurse vor Ort und dann eigentlich immer weg.

00:07:42: Und später hast du dann ja auch an der Hamburg-Media-School.

00:07:46: Genau, genau.

00:07:46: Was ist das dazu gekommen?

00:07:47: Die war ja relativ neu gegründet.

00:07:48: Die war gerade

00:07:49: ganz neu, also es war so.

00:07:50: Ich hab ja jetzt hier, ich war in den USA, hab dort, neben vielen anderen Jobs auch, mit einem, den ich da kennelernte, gearbeitet, bei einem, bei einer Hip-Hop-Zeitschrift, die da in Brooklyn wurde gemacht, als Saatab ganz, ja... Bootstrap, würde man sagen, der Fachsprache.

00:08:06: So haben zwei Typen aus dem Nichts so eine Hip-Hop-Zeitschrift gemacht.

00:08:10: Und dann mit M&M, die Rapper auf Cover und Texte geschrieben, dann Anzeigen verkauft.

00:08:14: Und das war eine richtige Firma.

00:08:15: Und ich hab da so ein bisschen mitgearbeitet für alles Mögliche.

00:08:19: Und hab dann also erlebt, meiner Domäne, Medien, wie die da so eine Zeitschrift gegründet haben.

00:08:24: Und dann hab ich gedacht, okay, ich brauche sie auch eine Diplomarbeit, ein Thema.

00:08:27: Und dann hab ich eine Diplomarbeit geschrieben über die Neugründung von Zeitschriften außerhalb von Großverlagen.

00:08:32: Das war das Thema.

00:08:33: Und das war dann bei uns in der Schule in Dortmund.

00:08:39: Ein Erstprüfer Jens Müller, der war Professor, aber auch beim ZDF tätig.

00:08:44: Und der meinte dann, ich hab hier noch von der Uni Dortmund, die war direkt nebenan.

00:08:47: So ein Jüngerin, der war schon Doktor, aber noch kein Professor, aber der hatte auch Medienökonomie so als Schwerpunkt.

00:08:56: Der wäre jetzt der Zweitprüfer.

00:08:58: Ja, ich kenne es nicht irgendwie, aber wenn du meinst, oder wenn sie meinen, dann klar, würde ich mich freuen, wenn sie dir als Thema so akzeptieren und nicht dann dabei in die Arbeit schreiben darf.

00:09:06: Und ja, okay, dann habe ich das gemacht, dann habe ich mich auch wirklich bemüht und das ist ja auch so eine Diplomat, ist ja auch ein Stück Medienproduktion, also habe ich auch Spaß daran gehabt, mit einer CD produziert, damals mit Interviews und war dann hier bei Brandeins, der deutschen Zeitschrift, bei Elfreunde, also alles so Zeitschriften, die außerhalb von Großverlagen kamen, aber natürlich hatte ich die erste First Hand Erfahrung da aus der USA.

00:09:25: Und dann wurde das eine ganz gute Diplomarbeit.

00:09:28: Und dann sprach mich dieser Zweitprüfer, der heißt Armin Rott an und sagte irgendwie, sag mal, du hast ja Medieninteresse hier und das ist ja eine geile Arbeit.

00:09:36: Ich wechsle jetzt demnächst so als stellvertretender akademischer Leiter zu einer ganzen neuen Hochschule nach Hamburg.

00:09:43: Wir gründen da was aus der Uni Hamburg heraus und Medieninstitut.

00:09:47: Willst du jetzt nicht mal angucken, was machst du jetzt nach dem Studium?

00:09:49: Und ich war immer noch so mit einem Bein in den USA und wollte eigentlich zurück oder arbeiten, die Beziehung war vorbei, aber ich war da halt sehr verwurzelig.

00:09:54: Ich kannte halt Deutschland, der außer Essen und im Ruhrgebiet kaum.

00:09:57: Weil man dann immer in den Jahren, wo alle in Deutschland fahren oder Intermediate machen oder keine Ahnung, wie Studienpartys, wie das Quellungsland, war ich halt immer nieder.

00:10:06: Sondern dann dachte ich mir, okay, gut, Hamburg, da war ich jetzt einmal für ein Interview, für eine Diplomarbeit oder zweimal.

00:10:11: Und das war schon so, wachte einen sehr netten Eindruck.

00:10:12: Aber eigentlich kann ich Hamburg auch nicht.

00:10:15: Aber ich wusste hier große Verlage und alles.

00:10:17: Und ich hatte jetzt irgendwie nicht so einen richtigen Plan und meinte jetzt, komm mal mit.

00:10:21: Ich kann dir da vielleicht einen Job am Lehrstuhl verschaffen, dann kannst du da erstmal arbeiten.

00:10:25: Und daneben her guckst du mal, weil die Uni, die gab es ja noch gar nicht.

00:10:27: Die wurde da gerade gegründet.

00:10:29: Wir gucken uns die Räumlichkeiten an, das war die Schule.

00:10:31: Es gab keine Studenten.

00:10:33: Die Dozenten waren auch neu und kamen dann irgendwie in Teilen dazu.

00:10:36: Oder waren halt irgendwie in anderen Jobs.

00:10:39: Da hatte ich mir keine Ahnung, was das jetzt irgendwie ist.

00:10:41: Aber klingt ja ganz gut.

00:10:42: und das war nicht nur die Uni Hamburg, die da, sagen wir mal, beteiligt ist und das mit aufgebaut hat.

00:10:46: Und das hat auch eine akademische Kredibilität der Sache verleiht.

00:10:49: Es hat auch verschiedene Firmen, Berlsmann oder Gunon Yadam als Axelspringer und so.

00:10:53: Ich dachte, okay, gut.

00:10:55: Keine Ahnung, was ich jetzt bauen habe, Armin Rott, der hat mich überzeugt.

00:10:58: Der war auch wirklich ein sehr, sehr wissenschaftlicher akademischer Typ, sehr, jetzt nicht so irgendwelche Bilo-Institute.

00:11:05: Und dann dachte ich, okay, geht das mal hin.

00:11:07: Dann habe ich mir eine kleine Wohnung in Hamburg besorgt und einen Raum eigentlich.

00:11:10: Und dann habe ich mir am Lehrstuhl mitgemacht und habe dann die ersten Stunden oder die ersten Vorlesungen da gemacht.

00:11:16: Und das war sehr angewandt, sehr kleine Gruppe.

00:11:18: Und dann waren, glaube ich, fünfzehn, sechszehn Studenten, sehr netter Kreis.

00:11:22: Und dann bin ich da so reingerutscht.

00:11:23: Da bin ich da geblieben und habe dann das erste Jahr absolviert.

00:11:26: Das sind ja nur achtzehn oder zwanzig Monate.

00:11:27: Und dann habe ich mir gedacht, okay, jetzt mache ich hier noch ein Praktikum.

00:11:30: dann bin ich ja ja fertig, dann habe ich ja einen MBA, jetzt natürlich keinen von damals, von irgendwem großen Namen, weil das war ja noch kein Name, aber immerhin.

00:11:39: Und so bin ich dann an die Habermilesko gekommen und bin da bis heute sehr verbunden und muss auch sagen, ohne diesen Switch dahin und ohne Armin, ohne das Netzwerk, was ich damals schon bekommen habe, auch ohne natürlich Hamburg, was mich dann als aufgenommen hat, als Stadt, wäre sicherlich mein Leben sehr anders verlaufen.

00:11:55: Aber wie schön.

00:11:56: Genau, ist ein spannendes Konstrukt.

00:11:58: Die Uni ist beteiligt, auch die Kunsthochschule macht er auch sogar

00:12:00: mit.

00:12:01: Also es ist echt ein tolles Beispiel, finde ich, was man eben auch in Hamburg gemeinsam bewegen kann.

00:12:05: Public-Private-Partnership heißt das Modell.

00:12:08: Es gab damals einen Bildungs-Szenatur, Herrn Dräger, der hat das mitgetragen.

00:12:12: Ich habe das natürlich auch so verfolgt, dann die ganzen auch auch Kämpfe sowas zu etablieren, weil nicht alle fanden das gut.

00:12:18: Da ist ja noch ein Filmstudium, da ist ein Journalismusstudium, da ist ja ein Medienmanagementstudium, in dem ich dann war.

00:12:24: Da gab es dann durchaus auch so politische Diskussionen, in denen ich dann über die Nähe zu Arminen, zum Lehrstuhl, als auch als einer der Wenigstudenten, das alles so aus erster Hand verfolgen können.

00:12:34: Aber bis heute, wenn man sich anguckt, was die Schule jetzt für die Stadt gemacht hat, zu welchen Kosten, dann sage ich immer, es ist wirklich eine tolle Idee gewesen, weil da sind jetzt jetzt mal mich ausgenommen, ich muss sagen, alleine in der letzten Zeit, als es die Schule gibt, das haben wir jetzt fast zwanzig Jahre, sind jetzt irgendwie bestimmt.

00:12:50: fünf, sechs andere Absolventen, die jetzt hier Arbeitsplätze geschaffen haben als Unternehmer im Medienbereich, im Bereich von, ich würde mal sagen, wahrscheinlich mittlerweile insgesamt mehr than tausend.

00:13:00: Und wenn man überlegt, was Arbeitsplatz im Medienbereich für Hamburg bedeutet und was die Stadt dafür aufwendet, dann ist das schon echt super.

00:13:06: Ja,

00:13:07: total schön.

00:13:08: Du hast ja dann im Grunde ja auch was riskiert, ne?

00:13:11: Das ist was ganz Neues, aber ich probiere das mal aus.

00:13:13: Also ich hatte eh nichts mehr zu verlieren, weil meine, sagen wir mal, die Hochschule, auf der ich war in Dortmund und diese ganze Abschlusssituation, die war jetzt nicht so, dass ich jetzt dachte, okay, ich habe jetzt hier diese klassische Ivy League-Laufbahn, ich hatte dann ein solides Abi und aber dann aufgrund dieser US-Thematik war mir klar, ich habe dann nicht mein Promotionsrecht.

00:13:34: danach und ich geschweige denn jetzt die Da war das halt für mich so ein, auf einmal tat es einen Weg auf, okay, vor allem auch finanziell, weil ich meine, wenn man hört, lebt in New York, aber ohne Kohle.

00:13:45: Ich hab da wirklich alle möglichen Hilfsjobs gemacht.

00:13:48: Und ja, dann war es auch schon entscheidend, dass dann an der HMS die Studiengebühren, fand ich, fair waren und ich sie mir erarbeiten konnte über den Nährstuhl.

00:13:55: Und so hat sich das für mich dann ganz gut ergeben.

00:13:57: Und gab es noch ein doch so Studieleben für dich, Uni-Leben?

00:14:01: Tatsächlich, also in Dortmund wenig und in Hamburg ein bisschen so.

00:14:05: Witzigerweise ist das Uni-Leben dann erst so eigentlich richtig aufgekommen, auch in den letzten Zügen.

00:14:10: Also ich dann in Hamburg hier angekommen bin, dass ich meine, die Hamomedia-School ist in Alberg, das ist auf der anderen Seite der Alster, da ist eine super schöne Fahrradfahrt.

00:14:18: Aber ich wohnte eigentlich im Grindelfittler-Zirk, lebend der Hauptgebäude der Uni und bin dann immer rübergefahren zu HMS.

00:14:23: Aber hab dann da so ein bisschen auch am Uni-Lebenteil genommen, weil ich da in der Nähe lebte und weil ich ja auch Student war, aber die haben es auch recht straffes Programm immer gewesen.

00:14:31: Und dann hab ich aber hier die Jahre schon auch sehr genossen und wir haben in dem kleinen Studentenkreis hier viel gemacht.

00:14:37: Und dann wollte ich eigentlich probieren danach.

00:14:40: Da hat mich der Armin Rott überredet und sagt, Mensch, dein Masterstudium ist jetzt hier fertig.

00:14:44: Und ich war noch gar nicht so alt.

00:14:45: Dann hat er so, ja, können doch überlegen, ob du jetzt hier bei mir... Da hatte ich jetzt Promotionsrecht.

00:14:50: Und er war ein sehr akademischer, sehr wissenschaftlicher Typ.

00:14:53: Und für ihn war das auch schon menschliche Promotion.

00:14:56: Ich so, ja, finde ich auch spannend.

00:14:58: Und dann kam aber der Job-Einstieg dazwischen, weil ich dann einen sehr interessanten Job angeboten bekomme.

00:15:06: habe ich das gemacht, aber eigentlich war das so die Phase.

00:15:08: Es war dann gar nicht so lange vielleicht ein Jahr oder drei, vier Jahre, wo ich dann so in dieser Phase unbedingt noch nicht ganz vorbei, aber Job noch nicht angefangen, wo ich wirklich hier in Hamburg dann einmal so versucht habe, vieles mitzunehmen.

00:15:20: Und gibt es einen besonderen Moment an den, den du dir erinnern kannst?

00:15:22: Das war für mich Studienzeit?

00:15:25: Tja, also so in dem Sinne eigentlich fast nicht.

00:15:28: Also für mich wenn ich in meiner Studentenwohnung denke und solche Sachen natürlich klar und auch irgendwie die Struggles, ehrlicherweise, die finanziellen Struggles, die das für mich alles hatte, weil diese ganze Reiserei hat einfach wahnsinnig teuer.

00:15:39: Auch Hamburg war dann für mich am Anfang teuer, als ich hier ankam.

00:15:43: Und jetzt aber nicht so diese eine, sagen wir, Kneipe oder diese eine Disco, wo man immer hingeht, das hatte ich eigentlich so nicht.

00:15:50: Sondern wenn ich jetzt so an dir, haben mir das gut Zeit zurückdenke, dann die Fahrradfahrt.

00:15:55: Ich glaube, dass man die Panorama ruht.

00:15:56: Du fährst hier los im Univiertel, wo ich gewohnt hab.

00:15:59: Oder wo mein Zimmerchen war.

00:16:00: Und dann runter zur Alster, dann so halb um die Alster rum, dann fährst du am Kanal lang, dann nach Eibeck zu den Mundsburg-Towers da.

00:16:07: Ja, das sind so Erinnerungen.

00:16:08: Ja, ist eine seltsache, schöne Tour, genau.

00:16:11: Dann hast du schon angedeutet, fand ich gerade ganz spannend, dass du ja eigentlich in deinem, in der Diplo-Arbeit sagst, dass du so Gründung von Zeitschriften außerhalb von Großverlagen, dann bist du auch zu einem Großverlag gegangen, oder?

00:16:22: Ja, ja.

00:16:22: Es lag daran, dass an der Hamburg-Muniz, ich hab's erzählt, dann verschiedene Großverlage beteiligt waren und einer davon war Gruner und Jaage.

00:16:28: Damals Europas größte Zeitschriftenverlage, Teil von Berls, man Riesenunternehmen, war es hier im Hafen, ganz, ganz beeindruckend.

00:16:35: Und dann war das so, dass der Personalchef irgendwann einen Anrief an der HMS und sagte, Mensch, unser CEO, also unser Vorstandsvorsitzender, der sucht einen neuen Assistenten.

00:16:46: Ihr habt auch jetzt diese neue Schule.

00:16:47: Wann kommen denn da die ersten Leute raus?

00:16:49: Ist denn da nicht jemand vielleicht, der das Format hätte oder sagt, wie das dann immer, der da passen könnte?

00:16:55: Und dann kam Armin Rott und er kriegte das dann mit und sagte dann, sagen wir mal, die suchen da bei Bruno und Ja.

00:17:00: Und Zeitschriften sag ich, ziehe irgendwie so dein Ding und so.

00:17:03: Willst du da mal hingehen?

00:17:04: Und ich so, ja, klar.

00:17:06: Also dann traf ich da auf Bernd Kundrund, das war der damalige Forschungsvollste.

00:17:11: Und hat mit dem dann ein überragendes Vorstellungsgespräch, muss man sagen, muss sehr gut verstanden.

00:17:15: Und ich war natürlich auch Zeitschriftenmäßig sattelfest, so würde ich sagen, obwohl ich jetzt keine Verlagsausbildung hatte, keine Trainiership, nix.

00:17:22: Und dann meinte der, okay, gut, dann machen wir es, dann können Sie jetzt hier mit Assi werden.

00:17:25: Und dann bin ich quasi von dort auf morgen, jetzt übertrieben von sehr überraschend, dann schnacht der Uni sofort da rein und saß dann am allerersten Arbeitstag damals mit dem... Stefan Aus, damals Spiegel, Chefredakteur, dann auf höchstem Niveau, ich bin auf H&M eine Krawatte gekauft, es gab drei Kriterien, es gab eine Kaffeefrau, es gab eine Flugbereitschaft, es gab zwei Fahrer und ich tunte dann damit rum und hab das dann gemacht und hab dann da voll so die große Konzern, Medienwäldern kennengelernt, aber da sagt man nicht, nein, das war klar, das war spektakulär, wenn der alles traf, was der so alles machte, wofür der verantwortlich war für viele damals wichtige Medien.

00:18:00: Ja, und dann habe ich da zwei Jahre lang alles aufgesaugt.

00:18:06: Und ich bin bis heute mit dem Bernd Kononen, ähnlich wie mit Armin Rott, befreundet und sehr dankbar und man hat eine tolle Beziehung.

00:18:14: Aber er ist dann irgendwie kurz nachdem ich bei ihm aus dem Büro dann seinen Job gewechselt in so eine Stabstelle, ist er dann gegangen oder hat sich damit als man irgendwie nicht mehr verstanden oder so ins Weid.

00:18:24: Und dann ist er raus und dann habe ich noch ein halbes Jahr weitergemacht.

00:18:28: entschieden, mit Freunden zu haben, doch nochmal zu gründen.

00:18:30: Genau.

00:18:31: Und was hast du dann gegründet?

00:18:32: Also wir haben angefangen, was damals total möglich war, mit so Suchmaschinenoptimierung, also mit Webseiten, die man das Netz stellt, damit Google sich möglichst schnell indexiert und dann im Index oben anzeigt.

00:18:44: Das war damals einfach und vielen war es nicht so klar, aber wir hatten dann zum Beispiel Webseiten, passt ganz gut jetzt im Podcast, Fernstudium minus Vergleich oder Fernstudium oder Studium ohne Abi, also alles.

00:18:56: Aber auch andere, aber solche Webseiten, wo Leute sehr, sehr konkret nach suchen.

00:19:01: Und wir hatten da ehrlicherweise ganz dünne Inhalte, weil was wir eigentlich machen wollten, ist, wir wollten die Leute wieder in den Suchen.

00:19:07: weiter leiten an irgendwelche Privatschulen, wo sie dann für ein Studium ohne Abi oder ähnliches bezahlen und da für echt gute Provisionen bekommen.

00:19:15: Und das haben wir so als kleines Sala bei verschiedensten Webseiten.

00:19:19: Man gibt es am Kreditbereich oder gibt es im Handybereich.

00:19:21: Du kannst Leute einfach anfangen.

00:19:23: Es ist gar nichts Illegales.

00:19:25: Es war damals halt einfach nur möglich.

00:19:26: Und Leute bekamen bei uns jetzt nicht die optimal durch recherchierten Inhalte, aber es war solid, es war okay.

00:19:31: Und unsere Kompetenz war halt, diese Seiten oben zu positionieren bei Google.

00:19:35: Aber ich habe mich dann schon immer gefragt, ob das langhaltig ist, ob irgendwann Google vielleicht das System umstellt und uns dann da raus schmeißt.

00:19:41: Und dann haben wir von heute auf morgen das Geschäft weg.

00:19:43: Und deswegen haben wir dann irgendwann abgewachsen.

00:19:45: Wir sind weg von eigenen Webseiten und haben dann angefangen, so mit Internetwerbung zu handeln.

00:19:49: Wir haben auf anderen Seiten Werbeflächen eingekauft.

00:19:54: und dort anzeigend drauf ausgespielt.

00:19:56: Und das versucht so ein bisschen als Ankauf, Verkauf.

00:19:58: Also Handel mit Werbeflächen, wenn du das so abstrakt sagen willst.

00:20:02: Dann gab es immer diese Systematik, die wir auch mal erlebt haben.

00:20:04: Schaust du dir mal einen Tourenschuh an und eine Bohrmaschine und dann kommt die so hinter dir her.

00:20:07: Auf einer Website kriegst du ihn wieder angezeigt.

00:20:09: Drei Wochen lang.

00:20:10: Genau,

00:20:10: genau.

00:20:10: Das war damals das technische nächste Ding.

00:20:12: Und in diesem etwas dubiosen, aber neuen und etwas ja auch wachstumstark, interessanten Bereich.

00:20:19: Da bin ich dann reingerutscht irgendwie als Gründer.

00:20:21: Ich habe dann eine kleine Firma gemacht, wir haben dann sehr viele Werbeflächen bei Gruner und Ja angekauft, also beim alten Arbeitgeber.

00:20:28: Und dann haben sich jemand gewundert, Mensch, das ist der ehemalige Assi vom Chef, der macht jetzt hier irgendwie so eine eigene Firma und kauft jetzt hier Werbeflächen bei uns, also sogenanntes Restplatz-Inventar.

00:20:35: Und dann haben die irgendwann, haben wir uns dann unterhalten, was macht ihr denn da?

00:20:39: Und dann haben die unsere Firma gekauft.

00:20:40: Und dann war ich wieder bei Grunach.

00:20:42: Aber so weit in der Struktur.

00:20:43: Dann bin dann aber am Ende der Unternehmer geblieben, hab dann nach einer gewissen Zeit weiter in den Bereich Sachen gemacht und vor allen Dingen halt auch angefangen Seminare zu geben für online Marketing, wenn mich Leute gefragt haben, kannst du mal helfen online Marketing.

00:20:56: Und dann konnte ich nicht mehr allen persönlich helfen.

00:20:59: Und dann habe ich halt eine Seminarei gestartet.

00:21:01: Und dann ist aus dieser Seminarei meine Last entstanden, was heute mein Hauptjob ist.

00:21:06: Nämlich OMR.

00:21:08: Und als ihr nachher uns gegründet habt, habt ihr irgendwie Unterstützung gehabt, sagen wir mal von der Hochschule?

00:21:13: Ja, also von der HMS.

00:21:15: an der Stelle muss man das sagen.

00:21:16: Armin Rott hat dann irgendwie, den hatte ich nach wie vor Kontakt.

00:21:19: Ich war dann jetzt zwar drei Jahre bei Gruner oder so, aber wir hatten uns dann immer den Kontakt natürlich behalten.

00:21:24: Und ich war dann auch noch mal als Dozent an der der HMS und so und war da super eng und dann auch irgendwie ein, zwei Leuten die HMS empfohlen und hat dann so die Brücke gebildet zwischen Guna und der HMS.

00:21:35: Und das war so, dass ich dann überlegte, wenn ich jetzt eine Seminare mache, wo mache ich ihn eigentlich?

00:21:39: Und dann hat der Armin gesagt, mach ich ihn doch bei uns, dann stelle ich dich in den Raum, dann wenn du möchtest, mach ich dann Begrüßungswort, dann sind wir da sozusagen in der Partnerschaft unterwegs.

00:21:47: Das war natürlich toll, weil ich dann nicht irgendwie das viele Beste habe, aber dann war dann so eine HMS Also jetzt auch keine riesige Marke, aber es waren schon so viele Leute, die da jetzt aus, sagen wir, Bielefeld oder aus Essen oder aus Augsburg angereist kamen, um dann irgendwie über unsere Inhalte zu lernen.

00:22:02: War das dann schon so, okay, hier in Hamburg, da ist so eine Hochschule und da ist hier dieser Typ.

00:22:06: Und so hat Armin wieder und die Hochschule am Ende mir geholfen.

00:22:09: Plus es gibt ja auch in Deutschland, oder gab es damals einen Gründungszuschuss, den wir auch bekommen haben.

00:22:13: Also das Gründen ist nie einfach.

00:22:16: Aber ich kann es total empfehlen, das ist auch nicht jetzt lebensgefährlicher.

00:22:20: Gab's noch einen düsteren Moment?

00:22:22: Über die Jahre?

00:22:23: Ja klar.

00:22:24: Also jetzt in der erfrühen Phase war man jetzt auf Schwierigkeiten vorbereitet und da war ja auch klar, wir hatten was da lang uns so reingehangelt in diese, wie ich das ja gerade beschrieben hab, in diesen Webseiten und so, da kam dann auch sehr schnell an Proessionsumsätze, dann konnte man irgendwie kalkulieren.

00:22:38: Das war jetzt nicht sehr existenzbeteron, das war gut planbar schon für uns.

00:22:44: Aber später, also ich meine der größte.

00:22:46: bei mir sicherlich mit Corona.

00:22:47: Da waren wir schon viel, viel größer.

00:22:49: Da hatte ich schon über hundert Mitarbeiter.

00:22:51: Und dann haben wir dann ja nicht mehr nur Seminare gemacht, sondern aus den Seminaren heraus eine Konferenz, eine Messe entwickelt.

00:23:00: Und da waren dann schon Tausende von Besuchern und wir hatten entsprechende richtig Kosten.

00:23:04: Und dann war einfach Corona da.

00:23:05: Und dann sahst du aus, wenn es weder Live-Seminare noch Groß-Events mit Messecharakter oder Konferenzcharakter, vielleicht jemals wiedergeben würde.

00:23:15: Das war natürlich schon hart.

00:23:18: Und dann, zwischenzeitlich hatte ich auch einen Podcast angefangen, der schien dann auch möglicherweise nicht mehr so gefragt, weil dann kamen so Live-Audiosachen, Clubhouse und so was.

00:23:29: Also es war dann schon, du hast natürlich immer Herausforderungen, aber... Hast

00:23:33: du gedacht, jetzt geht alles in Bach runter?

00:23:36: Ja, also ich hatte schon mal eine Weile gedacht, also als wir dann so drei Säulen hatten, Seminare oder Weiterbildungsangebote, die große Messe und ein Podcast-Business und als dann mehr oder weniger innerhalb von ein paar Wochen alles bedroht war oder abgesagt werden musste, nicht mehr existierte und dann als dann ein Klapphaus kam und auch dann das gerade aufkreimende Podcast-Thema ja jetzt wieder abgelöst zu werden schien, da dachte ich schon, das ist jetzt Schwierig, aber ich hatte zumindest immer ein bisschen schon eine Marke und ein Netzwerk.

00:24:06: und dann haben wir das nächste angefangen, so eine Plattform für Software-Bewertung, OMR Reviews, die gibt es heute bei uns, eine große Rolle spielt, eine echt immer zunehmend größere Rolle spielt, heute, der wir damals gegründet, in der Annahme der Rest gekaputt.

00:24:19: Und wir müssen, wenn wir weiter selbstständig sein wollen und mit der Marke arbeiten wollen, mit den bestehenden Leuten, dann müssen wir uns da hin verschieben.

00:24:26: Und Gott sei Dank.

00:24:27: ist jetzt heute eher eine Bereicherung als das Hauptbesitz.

00:24:30: Ist anders gekommen.

00:24:31: Vielleicht noch als kleiner Rückblick.

00:24:33: Das ist ja beschrieben.

00:24:34: OMR ist an anderer Stelle viel darüber gesprochen.

00:24:38: Das ist ja wirklich richtig klein Losgang.

00:24:40: Ich glaube, das war im Prinzip ein Hobby.

00:24:42: Ja, genau.

00:24:42: Und jetzt ist es, ich glaube, so bei siebzigtausend

00:24:46: Besuchern.

00:24:47: Ja.

00:24:47: Genau.

00:24:48: Wann hast du zum ersten Mal dann so gedacht, okay, das wird jetzt was?

00:24:51: Also das war deswegen ein Hobby, weil ich halt nebenher diese gerade beschriebenen Suchmaschinen, Retargeting, Banner-Advertising-Geschäfte in Netz hatte, mit meinen Partnern auch zusammen.

00:25:00: Und dieses Seminargeschäft kam eigentlich, weil mich immer Leute gefragt haben und ich dann so dachte, okay, dann mache ich halt nebenher Wochenende zum Teil diese Seminare.

00:25:07: Die haben immer Spaß gemacht, die haben ja auch was zum Mediales.

00:25:09: Also während ich, ich habe erzählt, ich bin eigentlich ein Medientyp.

00:25:13: Und mit Schülerzeitung.

00:25:14: Und ehrlicherweise dieses Handel mit Werbekontakten, mit Werbeinventar und Anzeigen, Impressions, wie das dann so funktioniert.

00:25:21: Das hat damit gar nicht mehr so viel zu tun.

00:25:23: Das ist dann eher so Ankauf, Werkauf und Werbeflächen.

00:25:27: Und so Seminare zu machen, zu gestalten, zu überlegen, was erzähl ich denn da, wer spricht da vielleicht noch, wie macht man das unterhaltsam?

00:25:31: Ist schon viel medialer.

00:25:32: Das hat mir also immer Spaß gemacht.

00:25:33: Und es war null Druck, weil Hobby und wenn da jetzt mal dreißig Leute kamen, war es toll, wenn mal zwanzig kamen, war es auch okay.

00:25:40: Und es hat immer... immer funktioniert.

00:25:42: Es war ein Märk, dem hat so viel Rückenwind.

00:25:44: Das Thema damals war so, es kamen immer mehr neue Sachen und ich habe das so irgendwann gespürt, dass mein Hauptjob dann auch herausfordernder war.

00:25:53: Auf einmal waren wir dann in einem Webbewerb mit großen Anbietern, Google hat Sachen verändert.

00:25:57: Es war echt, wir hatten dann auch einmal, nachdem wir die Firma einen Kulander verkauft haben, gab es ja auch eine Wartung, was da jetzt irgendwie von uns zu leisten ist.

00:26:05: Da hat man etwas Neues in dem Bereich angefangen, auch mit Investoren, und dann gab es noch mehr Erwartungen.

00:26:11: Und dieses andere lief so leichte Hand als Hobby hoch und produzierte dann auch fast mehr als ein Zubrot, dann auch richtig angenehmes Geld nebenher.

00:26:22: Und dann dachte ich, okay, tja, das macht eigentlich Spaß.

00:26:24: Aber ich habe das auch selber am Anfang gar nicht so gesehen, dass man das so weitermachen könnte.

00:26:28: Aber als dann irgendwie die zweite Firma, die wir so der Grund hatten, dann verkauft wurde und ich dann dachte, okay, was mache ich denn jetzt?

00:26:36: Da waren wir dann schon so drei, vier Leute, die ich auf meinem Hobby quasi dazugeholt hatte oder angestellt hatte, so auch zum Teil nebenher, um das so ein bisschen händeln zu können.

00:26:45: Und dann dachte ich, okay, dann kümmere ich mich jetzt mal darum.

00:26:48: Das war für mich ein total cooler Moment, weil ich dann merkte, es läuft ja immer weiter, es kann jetzt auch mich tragen.

00:26:53: Und es hat eigentlich die ersten Jahre alles über den Rückenwind funktioniert.

00:26:58: Also wir hatten eine neue Idee, machen jetzt eine Jobbörse, oder wir machen jetzt aus den Seminaren, dann machen wir mal so ein Jahreswiedersäen als Konferenz.

00:27:07: Und die Dinge klappten.

00:27:08: Und das ist nicht selbstverständlich.

00:27:10: Und auch klappten auch so leichte Hand, dass jetzt irgendwelche Leute in uns investieren mussten, was wir da eine ganz große Anstrengung hatten.

00:27:17: Ja, und dann hatte ich diese Gnade, das über so viele Jahre nebenher machen zu können ohne Druck, dass als ich da ernsthaft irgendwie jetzt dann kam Familie oder so, mich darauf verlassen musste, da war es schon so stabil und so groß, dass es dann ging.

00:27:29: Und du klingst auch so experimentierfreulich.

00:27:31: Also ich finde da so ein sehr eigentlich so ein typisch wissenschaftlichen Ansatz drin.

00:27:35: Das klingt vieles danach.

00:27:36: Wir probieren das jetzt mal aus.

00:27:38: Ja, ist auch so.

00:27:39: Also bis heute würde ich sagen, mein Unternehmerleben, es gibt ja ganz viele Unternehmerkarriere.

00:27:45: Manche haben Ich komme wirklich aus der Wissenschaft und die haben jetzt ein Thema entdeckt und sagen, das bringe ich jetzt in die echte Welt und aus der Uni heraus, aus der Lehrstuhl heraus gründen dann was.

00:27:54: Verkürzen mir mein Podcast gab bei mir aus der Raumfahrt oder so.

00:27:57: Das ist dann so ein Einweg.

00:27:59: Der andere Weg ist vielleicht auch aus einem Hobby heraus.

00:28:01: Leute haben halt ein krasses Hobby, verkürzen mir jemanden, gab der supergeständige Angelt und hat jetzt eine Angelbekleidungsfirma und andere rund dran.

00:28:07: Das ist auch so ein Weg.

00:28:08: Und dann gibt es wiederum manche, die sehen eine Marktlücke und überzeugen Investoren und holen sich halt dann der Geld und müssen dann genau natürlich auch das liefern, was sie investieren.

00:28:15: versprochen haben.

00:28:16: Und ich bin dann eher so der Hobbytyp, der so rumprobiert und denkt, das könnte doch funktionieren, lass ihn mal machen und dann auch Sachen mal wieder merkt, ja ist okay, aber lassen wir es mal wieder.

00:28:26: und dann merkt er, das ist ja ja schön, das stoppt ja weiter, da kann man ja weiter.

00:28:29: und also so bin ich da so schon bastelarmäßig reingekommen.

00:28:32: Kommen

00:28:33: wir vielleicht nochmal kurz, jetzt schon so Richtung Ende.

00:28:36: Noch mal zurück auf deine Beziehung auch zur Uni hier und zum Uni Viertel.

00:28:40: Du hast vorhin schon gesagt, du hast ja mal angefangen mit der Studiebude.

00:28:44: Liefst du noch weiter, dass du so eine Beziehung hattest?

00:28:46: Ja, die

00:28:46: Wohnung hatte ich zehn Jahre lang oder so.

00:28:48: Also auch als ich dann bei Gruner war, auch als ich da gegründet habe, das war so eine Wohnung, die kostete, glaube ich, damals drei Hundert Euro Miete oder so.

00:28:54: Und das war damals nicht so viel.

00:28:55: Heute ist es wahrscheinlich für eine Studentenwohnung noch viel weniger.

00:28:58: Weiß ich nicht.

00:28:59: Oder so, zweihundert und siebzig, glaube ich, kostete also echt nicht viel.

00:29:03: Und die war halt hier und die hab ich zehn Jahre lang drin gewohnt, weil jetzt einfach auch bei den Jobs danach, also bei Gruner war ich eh extrem viel arbeiten, als Gründer danach war ich wieder froh, keine Kosten zu haben oder wenig Kosten zu haben.

00:29:14: Und deswegen, ohne die Viertel ist mir sehr vertraut, also ich bin bis heute, ist mein Zahnarzt hier alles.

00:29:18: Okay, okay.

00:29:19: Und warst du auch immer so, keine Ahnung, in der Mensa oder so?

00:29:21: Ja, das ist eine ganz andere Geschichte und zwar gar nicht so sehr als Student, weil da war ich dann immer von der Alsterseite, aber als wir dann entschieden haben nach Gruner und ja mit meinem Partner Tobias, Wir gründen was.

00:29:32: Aus diesen ganzen SEO-Seiten.

00:29:34: Wir machen das mal selbst und versuchen es immer weiter zu entwickeln mit der Werbung.

00:29:37: Da brauchen wir dann immer eine Räumlichkeit.

00:29:39: Wir waren erst bei ihm in der Wohnung, in der Talstraße, auf dem Kiez.

00:29:42: Und dann hat mein alter Chef, der werden Kunden von dem ich gerade sprach, von Gruna.

00:29:45: Der war dann bei Gruna raus.

00:29:47: Und dann hat er sich so selbstständig gemacht und dann Geldanlage und was er so alles machte.

00:29:51: Der war ja dann gestand der Manager und der hatte sich Räumlichkeiten gesucht am Mittelweg.

00:29:54: Also unmittelbar, wo wir jetzt sitzen, sich da ein paar Flächen angemietet.

00:29:59: Mit einem ehemaligen auch Vorstandskollegen von ihm zusammen haben die so ein bisschen so eine repräsentative Fläche.

00:30:05: Das waren sie ja gewohnt quasi und hatten aber auch einen Zimmer frei.

00:30:09: Und dann sagt er immer zu mir, Mensch, hier Philipp, ich hab gehört und mitbekommen du bist jetzt auch bei Gruner raus und machst dir jetzt was Eigenes machen hier.

00:30:14: Wenn du Lust hast, ich stelle dir gerne einen Raum zur Verfügung, kannst du da ohne Miete da mit deinem Kollegen rum basteln.

00:30:20: Und dann waren wir hier oben in die Ecke und du kennst dir die Distanzen selber.

00:30:24: Also klein Fontenay.

00:30:26: Oder Fontenay, es ist die Adresse gewesen.

00:30:28: Das kannst du dir machen hier.

00:30:29: Wir sind jetzt hier gerade im Mittelweg.

00:30:31: Und dann waren wir wieder so ist als Gründer ohne Investoren und so in der Struktur.

00:30:36: Am besten ohne Kosten sind wir dann immer schön.

00:30:39: Räumchen dann da zum Lunch, die Mensa gelaufen, Philosophenturm.

00:30:43: Ich kenne dann, das ging so über ein, zwei Jahre, da kann ich dann alle Mensen, alle Gerichte wirklich gut hier in der Uni Hamburg und hab dann auch sehr viel so Campus-Präsenz gehabt, mehr denn je.

00:30:51: Hab dann auch manchmal da, wenn's wetter schön war, da auf dem Campus gesessen und gearbeitet, weil der Raum war ein bisschen dunkel hier, dann lassen wir da auf dem Campus.

00:30:57: Cool, kann man auch heute sehr empfehlen, die ist gerade erneuert worden, gerade die Mensa im Filter.

00:31:01: Die ist letztes Jahr erneuer öffnet worden, richtig schick.

00:31:03: Also kann man vielleicht, muss man vielleicht beigetwegen.

00:31:06: Jetzt habe ich vielleicht auch pass gerade noch einzuhaken, dass gerade jetzt die Unterstützung von studentischen Gründer in, die ist bei uns natürlich auch super wichtig.

00:31:15: Am Riesen-Thema in Hamburg, hast du vielleicht auch mitgekriegt, die Start-up Factory, Impossible Founders, wo tatsächlich viele gerade so an einem Strang ziehen, also Daisy gemeinsam mit der TU und uns und auch Die Hasper ist dabei und Stiftungen.

00:31:30: Wir wollen das noch systematisch anmachen.

00:31:34: Bei dir wirkte das ja fast ein bisschen zufällig.

00:31:36: Es ist was für mich.

00:31:38: Aber dass wir das systematisch anmachen, dass da mehr Studis eine Chance kriegen, da mal reinzugucken, ob das was für sie ist.

00:31:43: Wenn man das im Nachhinein versucht, kannst du alles erklären.

00:31:47: Ich bin schon systematisch nach Hamburg gelockt worden.

00:31:49: Von der Stadt über dieses Angebot haben wir um Media School.

00:31:54: Prototyp, wie das damals gedacht war.

00:31:57: Also da kommen so Typen aus dem Ruhrgebiet oder so von, sie wissen nicht genau wohin.

00:32:01: Dann, wenn Interesse einem Thema hier nach Hamburg, wo dann eine Kompetenzfeld ist und dann hier in der entsprechenden Industrie dann damals gab es hier wirklich Großverlagsindustrie hinein und erleben dann, wie das geht, sind aber noch jung genug, vielleicht dann neue Trends innerhalb dieser Medienbranche damals selber zu entwickeln und so.

00:32:16: Ich bin nicht am Ende, das ist ja meine Wieter.

00:32:19: Wenn man sowas häufiger auch in anderen Bereichen replizieren könnte, wäre das, glaube ich, für die Stadt sehr, sehr cool.

00:32:25: Weil man braucht ja nicht nur Medienleute, man braucht ja auch andere Fachbereiche, Desi, Wissenschaftler, sozusagen auch Hochtechnologie, also solche Projekte.

00:32:34: Das ist wirklich, glaube ich, eine sinnvolle Idee.

00:32:36: Ja.

00:32:37: Und wie guckst du da jetzt gerade aus der Sicht als digitaler Unternehmer drauf?

00:32:41: Also bist da mal der Meinung, du bist mittlerweile auf einer ganz anderen Skala unterwegs, international.

00:32:46: Aber wenn du jetzt überlegst, könnte man das, was du gerade beschrieben hast, für den Medienbereich damals, heute für den Bereich digital in Hamburg machen?

00:32:54: Gibt's da was?

00:32:55: Wo ist das?

00:32:55: Da gibt's eigentlich ein Neat, oder?

00:32:57: Also ich glaube, man muss es sehr differenziert, also im Sinne von industrie differenziert angucken, weil, sagen wir ist mittlerweile fast alles super bereit geworden.

00:33:07: Als damals wir online gemacht haben, da war online ein Thema, das wurde in der Medienbranche verortet, weil das war so Inhalte, Webseiten, das war sehr nah an Zeitschriften und an Verlagen dran.

00:33:15: Auch damals wollten alle Gründer ihre Unternehmen eine solche Verlage verkaufen.

00:33:20: Das ist heute ja überhaupt gar nicht mehr so.

00:33:21: Also wenn du heute was grünes, dann willst du dann die Börse bringen in Deutschland oder willst du es irgendwie an Siemens verkaufen?

00:33:25: Ich weiß nicht, aber oder an SAP, aber das war damals eine... Also diese ganze Google und Facebook-Welt, die kommt ja aus der Medienbranche.

00:33:34: Und das ist heute natürlich alles nicht mehr so.

00:33:36: Das ist viel, viel breiter und man muss sich, glaube ich, so Cluster überlegen und sagen, okay, als Hamburg oder als Stadt generell, wenn wir sowas machen, mit Blick auf welche Cluster sind wir denn gut und wo wollen wir die dann die Kompetenzen haben?

00:33:48: Weil ich glaube so... Digitalbranche, ansonsten, das ist dann so alles nichts, das ist zu breiten.

00:33:54: Ja, also, aber generell, sich da Sachen zu rauszusuchen, die zur Stadt passen, die auch vielleicht zu den Kompetenzen, die man hier aufbauen kann, passen, die auch natürlich jetzt rückenwind haben, so dass dann Leute, die da angezogen sind, auch vielleicht damit dann weiterfliegen können, so wie ich das konnte.

00:34:07: Das wäre schon cooler.

00:34:08: Gut.

00:34:09: Hab das Gefühl, wir bleiben dazu im Gespräch.

00:34:12: Ich hab noch zwei kurze Fragen wirklich zum Schluss.

00:34:19: Wenn du Sagen wir, du könntest die Gesetze der Physik außer Kraft setzen und dem jungen Philipp von... Was wäre das?

00:34:29: Ja, das ist eine echt eine super Frage und das ist wahnsinnig schwer.

00:34:32: Ich habe das schon häufig darüber nachgedacht auch.

00:34:34: Ich glaube, was ich war sehr... Unruhig auch, weil ich schon merkte, ich habe ein sehr normales Leben gehabt in Essen.

00:34:41: Das ist keine erfolgte Stadt.

00:34:42: Meine Mutter ist Grundschullehrerin, Vater hat sich als Unternehmer versucht, jetzt nicht immer so glücklich, aber es war, wir haben dann so ein Reihenhaus da unter Ding gemacht und dann habe ich mich mit dem Ziviliens eigentlich und dann der Entwicklung sehr raus bewegt in einer etwas ungewöhnlichen Bildungs-Karriere-Lebensweg eigentlich mit USA, mit den ganzen Sachen, dann auch nicht anwesend zu sein woanders zu lernen.

00:35:06: Und war deswegen immer das Unsicher, ob das nun überhaupt funktioniert, war auch dann sehr ärgerheitssicher.

00:35:11: Wenn man dann in New York lebt, dann kriegt man wahnsinnig viel Druck rein, weil alle um einen herummachen irgendwelche verrückten Sachen, haben irgendwelche riesigen Pläne und behaupten, dass es schon auch alles so gut läuft und so, ob es immer so ist, andere Frage.

00:35:20: Aber ich war da sehr wenig so gechillt eigentlich.

00:35:24: Das ist auch gut, glaube ich, weil man dann natürlich Sachen macht und dann in Bewegung kommt und dann auch sich aufrauft.

00:35:32: Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt so überlege, wir sitzen jetzt hier auch an so einem herrlichen Tag hier irgendwie in Hamburg, im Herbst.

00:35:38: Man kann auch mal natürlich im Moment durchapen und so Erinnerungen kreieren.

00:35:43: Das habe ich zu selten eigentlich gemacht im Nachhinein, weil ich immer ständig diese Umstände irgendwie rechtfertigen musste oder mir selber erklären musste, dass es trotzdem klappt und so eine gewisse Ruhe zu haben und noch mehr Selbstsicherheit, dass man schon an sich glauben kann, auch wenn es jetzt noch nicht so viele andere tun.

00:35:57: Das ist mir schwer gefallen, auch ob wir, ich habe gerade beschrieben, warum.

00:36:00: Das würde mir eigentlich helfen.

00:36:01: Ansonsten, ich sage das jetzt wirklich gar nicht, aber gar nicht, wenn ich jetzt zurückgucke und auch mich mit meinem damaligen Ärgerheit und Unsicherheit sehe, eigentlich ganz zufrieden, wie es gelaufen ist und würde das gerne nochmal so haben.

00:36:16: Ich bin da unfassbar dankbar für und würde jetzt nicht viel irritieren, das reinrufen wollen an den Jungen, sondern denken mir, Mensch, Das hat doch gut geklappt und du hast jetzt eigentlich, ich bin eigentlich sehr stolz, wie ich so die Wege gegangen bin.

00:36:27: Es ist eigentlich schade, dass jetzt, dass der Weg schon abgespult ist.

00:36:31: Ich bin auf diesen Weg sehr genossen.

00:36:33: Wie schön.

00:36:34: Das ist eine wunderbare Antwort zum Schluss.

00:36:36: Ich danke dir sehr, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

00:36:38: Ja, danke

00:36:38: dir für die Einladung.

00:36:39: Danke, dass du da warst.

00:36:40: Alles

00:36:40: klar.

00:36:40: Bis dann.

00:36:41: Tschüss.

00:36:41: Ciao,

00:36:41: ciao.

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