"Campus-Legenden" mit Almuth Schult

Shownotes

Almuth Schult, ehemalige Torhüterin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, wuchs in Magdeburg auf und begann früh mit dem Leistungssport. Parallel zu ihrer aktiven Fußballkarriere absolvierte sie ein Sportstudium an der Universität Köln, um Trainingswissenschaften und Diagnostik zu vertiefen. Im Gespräch mit Universitätspräsident Dr. Hauke Heekeren erzählt sie, wie sie die Herausforderung meisterte, Studium und Spitzensport zu verbinden, welche Erfahrungen sie abseits des Spielfelds geprägt haben und warum Mut und Selbstständigkeit entscheidend für ihren Weg waren.

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00:00:05: Gebore in Danberg, aufgewachsenen Lomitz und auch heute im Wendland zu Hause.

00:00:12: Seit ihrem fünften Lebensjahr steht sie auf dem Fußballplatz und machte ihre Leidenschaft für den Sport später zu ihrem Beruf.

00:00:19: Als eine der besten Torhüterinnen der Welt, spielte sie viele Jahre für den VfL Wolfsburg und holte Olympiagold mit der deutschen Frauennationalmannschaft.

00:00:28: Im Jahr twenty-fünfundzwanzig beendete sie ihre Karriere als Torhüterin und ist mittlerweile als Fußballexpertin für die AI.

00:00:34: der D. sowie Speakerin und Podcasterin aktiv.

00:00:38: Heute ist sie zu Gast bei Universitätspräsident Hauke Hekerin, die Fußballexpertin und ehemalige Torhüterin, Almut Schult.

00:00:56: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Campus-Legenden.

00:00:59: Mein Name ist Hauke Hekerin und ich bin der Präsident der Uni Hamburg.

00:01:03: Und heute spreche ich mit der ehemaligen Torhüterin der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, Almut Schult.

00:01:09: über ihr Studium an der Sporthochschule in Köln, dass sie parallel zu ihrer aktiven Fußballkarriere absolviert hat, also unter anderem über das Studium.

00:01:17: Ich möchte herausfinden, wie es ihr gelungen ist, diese herausfordernde Zeit zu meistern, wie viel sie eigentlich vom klassischen Studentenleben überhaupt mitbekommen hat und ob es vielleicht auch einen Plan B außerhalb der Karriere als Spitzensportlerin gab.

00:01:31: Schön, dass Sie heute hier sind, Eimund Schult.

00:01:33: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:36: Genau, fangen wir doch mal an beim ABI, ABI-Zwanzigzehn.

00:01:40: Wo eigentlich?

00:01:42: Tatsächlich in Stendal, in Sachsen-Anhalt, ist circa eine Stunde weg von Magdeburg.

00:01:48: und zu der Zeit habe ich in Magdeburg Fußball gespielt und habe dann dort das Gymnasium besucht, weil dort mein damaliger Partner gewohnt hat und ich ja schon sehr früh von zu Hause ausgezogen bin, aber auch eine Schule, die wirklich durch den Fußball in dem Sinne gefunden wurde.

00:02:07: Da gab es auch einige Querelen in dieser Schulzeit, auch gerade in den letzten drei Jahren des Abiturs.

00:02:14: Also ich habe vorher in Niedersachsen in Lüchow das Gymnasium besucht, bin dann aufgrund des Fußballs nach Hamburg gezogen, weil ich ein Jahr beim HSV gespielt habe.

00:02:23: Dort war ich dann auf einem Gymnasium mit Sportbezug und bin dann für die letzten beiden Jahre gewechselt nach Stendall.

00:02:32: und tatsächlich ist dort erst kurz vor Abitur, also auch bei Anmeldung des Abiturs rausgekommen, dass ich mit meinem Sport Hintergrund und natürlich auch mit den Fehltagen, die dadurch begründet waren, gar nicht hätte auf der Schule sein dürfen, sondern in Sachsanheit muss man dann auf einer sportbezogenen Schule sein, damit man überhaupt zum Abitur zugelassen wird.

00:02:52: Und da musste ich dann beim Kultusministerium einen Antrag stellen, dass ich trotz meiner Fehlzeiten geeignet bin, um die Abiturprüfung zu absolvieren.

00:03:01: Und das hat zum Glück geklappt.

00:03:02: Okay, ja, wow, zum Glück.

00:03:04: Und dann holen Sie uns doch mal bitte ab.

00:03:06: Wie war das dann damals?

00:03:07: Waren da die Weichen schon komplett gestellt für die Karriere als Profisportlerin?

00:03:11: Oder gab es da für Sie überhaupt noch ein Entscheidungsprozess?

00:03:15: Nein, also im Frauenbereich ist das noch mal ganz anders als im Männerbereich.

00:03:19: Im Männerbereich war ich zu der Zeit, also im Jahr Jahrzehnte stand zum Beispiel die EU-ZwM an, auch in Deutschland.

00:03:25: Ich habe die EU-Ninzehn-EM in In Nordmazedonien müsste es gewesen sein, mitgemacht.

00:03:30: Also da standen schon die Zeichen sehr, sehr gut, dass man das auch in die Nationalmannschaft schaffen kann.

00:03:35: Ich habe zu der Zeit zweite Bundesliga gespielt, habe davor auch schon mal als Ersatzteutel in der ersten Bundesliga gespielt, also schon recht weit oben.

00:03:42: Und wenn man zweite Bundesliga, erste Bundesliga so hört, dann hätte man bei den Männern auch schon sehr viel Geld verdient.

00:03:48: Bei den Frauen war das damals noch ein komplettes Draufzahlgeschäft.

00:03:52: Also da haben mich meine Eltern unterstützt.

00:03:54: Ich habe hauptsächlich meine Fahrtkosten ersetzt bekommen vom Verein und habe auch über die Nationalmannschaft, sagen wir mal, eine kleine Aufwandsentschädigung gehabt, um halt auch Fahrtkosten und so weiter reinzubekommen.

00:04:08: Da war noch nicht richtig was mit Profifußball, sondern der Fokus lag darauf, sein Abitur zu absolvieren und dann zu schauen, wie es weitergeht.

00:04:15: Und genauso war es auch, dass man schon sehr viele Trainingstunden die Woche hatte und man hatte auch da viel Spaß dran und natürlich viel Aufwand die Schule damit zu vereinbaren, aber Geld verdienen und die Sicherheit, dass es in den Profisport geht, das war noch ein weiter Ferner.

00:04:32: Und wie kam es dann, dass Sie sich entschieden haben für das Studium der Sportwissenschaft?

00:04:37: Naja, als Leistungssportlerin ist man sehr sportaffin und ich habe mich auch schon immer für andere Sportarten interessiert, nicht nur für den Fußball, bis ich wirklich Wenn wir mal in die EU-Fünfzehn-Nationalmannschaft gekommen sind, habe ich nebenher andere Sportarten auch recht gut betrieben.

00:04:54: Ich habe nicht ganz offiziellen deutschen Meisterschaften, aber schon in den deutschen Meisterschaften im Inlineskaten auf Strecke teilgenommen.

00:05:02: Ich habe in den Landesmeisterschaften geschossen mit der Luftpistole.

00:05:07: Ich habe auch immer gerne Tennis, Tischtennis und so weiter gespielt.

00:05:11: Es war wirklich eine Bandbreite, nicht nur von Ballsportarten.

00:05:16: Und das Sportstudium lag dann irgendwie nah, weil man da auch sehr vielseitig aufgestellt sein muss, weil man auch in die Hintergründe guckt.

00:05:22: Ich hatte meinen Schwerpunkt dann auch ausgesucht auf Trainingswissenschaften, Diagnostik, um einfach zu verstehen, wie kann ich denn vielleicht einen Körper trainieren, wie kann ich ihn weiterbringen und dass das vielleicht auch dann eine Wechselwirkung, eine positive hat zu meinem Leistungssport, also zum Fußball.

00:05:38: Und hatten Sie damit schon so eine Fantasie, was Sie dann damit mal machen würden, als Sie so das angefangen haben, das Studium?

00:05:45: Ja, man fragt sich natürlich erst mal, kann man denn mit Sportstudium überhaupt Geld verdienen?

00:05:49: Und je mehr man dann drin war, wusste man, es kann da klar Richtung Trainer gehen, es kann auch in Richtung Rehabitilation gehen von Sportlern, aber natürlich auch von Autonomalverbrauchern.

00:06:00: Spannend fand ich auch immer diesen Diagnostikaspekt.

00:06:04: Also ich habe nachher auch einen Praktikum gemacht, wirklich bei einem, der führend ist im Triathlon Business für Ausdauertests und dann auch für Trainingsplanschreibung.

00:06:14: Mich fand auch interessant, dass man theoretisch in die Sportgeräteentwicklung gehen kann.

00:06:18: Also ich hatte auch mal bei Adidas hinter die Kulissen geguckt, wie wird ein WM-Ball wirklich entwickelt?

00:06:24: Was machen die mit den Ballschussmaschinen, um zu schauen, wie viel Luftwiderstand oder wie weniger Luftwiderstand der Ball haben sollte, ob man an der Oberfläche was verändern kann, dass man das vielleicht an klimatische Bedingungen auf einem anderen Kontinent anpasst.

00:06:37: Also ich war da sehr, sehr daran interessiert.

00:06:39: und Ja, schauen wir mal.

00:06:41: Also grundsätzlich ist so ein Sportstudium für mich auch mittlerweile mit Trainerschein sehr sinnvoll.

00:06:48: Ich habe auch mit vierzehn damals meinen ersten Trainerschein gemacht und irgendwie hat das dann alles so zusammengepasst.

00:06:55: Ja, sehr schön.

00:06:55: Und erzählen Sie doch vielleicht mal ein bisschen, wie das war mit dem Studium.

00:07:00: Also, wenn man das so liest und von Ihnen hört, auch in anderen Podcasts, war das ja sehr anspruchsvoll, weil Sie ja dann auch gependelt sind.

00:07:07: Und wie war das damals für Sie?

00:07:08: Hat sich das überhaupt nach so einer Studienzeit angefühlt?

00:07:13: Ja, Leistungssport und Studium ist auch gerade im Sport nicht immer ganz einfach zu vereinbaren, weil im Sport sehr viele Kurse mit Präsenz.

00:07:23: gelistet sind, das heißt man kann nicht von einer Vorlesung fern bleiben oder von dem Seminar und das dann vielleicht auch online nachholen oder sich von Mitstudenten die Unterlagen organisieren, sondern man muss wirklich da sein, man muss eine Unterschrift leisten.

00:07:38: Und es wird dann abgehakt, wie viele Fehlzeiten man hat.

00:07:40: und wenn zu viele Fehlzeiten sind, dann bekommt man den Kurs nicht an der Kante, egal ob man die Prüfung schaffen würde oder nicht.

00:07:46: Das ist schon ein großer Faktor gewesen, aber so in der Anfangszeit, also ich habe an der Universität Magdeburg angefangen zu studieren, im Jahr zwei Jahrzehnte, habe dort zwei Semester absolviert.

00:07:56: Und ich muss sagen, das erste Semester war schon mehr davon geprägt von einem normalen Studentenleben.

00:08:03: Meine Trainingsstätte nicht weit weg war von der Universität und auch die Universität Magdeburg unheimlich unterstützend war, also offen gegenüber dem Leistungssport.

00:08:11: Sobald ich eine Einladung bekommen habe zur Nationalmannschaft, dann musste ich die nur im Rektorat abgeben und das wurde eigentlich alles für mich organisiert.

00:08:18: Das heißt, fahr los, wir schicken dir die Unterlagen hinterher, du bist natürlich freigestellt jetzt in der Zeit.

00:08:25: muss jetzt nicht noch eine Extraleistung erbringen, sondern wir gucken nachher, wie wir das mit den Prüfungen hinbekommen oder es wurden auch Prüfungen verschoben.

00:08:31: Das war wirklich sehr toll, kann ich absolut loben.

00:08:35: Und ich wurde auch dann in meinem zweiten Semester ab der Hälfte mehr oder minder freigestellt, weil dann die WM-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-Uhr-U.

00:08:44: Das ging auch sehr kurzfristig.

00:08:45: Also bin ich sehr dankbar.

00:08:46: und dann bin ich im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrzehnte im Jahr- und Jahrze ist natürlich auch die Sportuniversität, wo jeder hingehen möchte.

00:09:08: Ja, und da hatte ich dann am Anfang erst mal Schwierigkeiten, dass meine Kose anerkannt wurden.

00:09:12: Ich kann die eine Denkweise natürlich auch verstehen, dass man sagt, wir sind die deutsche Sportuni.

00:09:17: Das heißt, Leistungen, die vielleicht in Magdeburg absolviert wurden, können nicht die gleiche Wertigkeit bekommen.

00:09:22: Auf der anderen Seite sagt man, na ja, wir haben ja extra das Credit-Point-System im Bachelor, damit es anerkannt werden sollte.

00:09:30: Ja, es ist dann darauf hinausgelaufen, dass ich die Leistung alle nochmal machen musste und eigentlich unter Strichgut für mich, denn meine Prüfungsleistung war nachher besser.

00:09:40: Ich habe ja dann die Kurse mehr oder minder zweimal absolviert und hatte auch dann nicht mehr so viel zu tun.

00:09:45: Das war gut, aber wenn man es in der Regelstudienzeit schaffen wollen würde, wäre es hemmend gewesen.

00:09:52: Aber

00:09:53: später dann auch, also die Sportuschule hat dann erst würde ich sagen, den Weg für Leistungssportler und Sportlerin so richtig geebnet.

00:10:00: Also es hat dann erst angefangen.

00:10:02: Jetzt mittlerweile sind sie auf einem sehr hohen Niveau, dass auch Leistungssportler, die ihre Kose früher wählen dürfen als die anderen Studentinnen.

00:10:12: Und dass man auch die Vereinbarkeit hat mit dem Trainingsplan.

00:10:16: Zu meiner Zeit war das immer noch ein Kampf und auch ein bisschen Kulanz von den einzelnen Professoren und Professoren, ob das dann in Ordnung ist.

00:10:23: Und da durften sich die Leiter von Seminaren und so weiter auch noch aussuchen, ob man vielleicht eine extra Leistung machen muss, wenn man gefehlt hat.

00:10:31: Also ich kann mich daran erinnern, dass ich war für eine Europameisterschaft, die eine gute Begründung war, nicht im Kurs zu sein, dann zwei Hausarbeiten extra schreiben musste.

00:10:39: Und das war während der Europameisterschaft sehr tough, aber man hat es dann auch irgendwie geschafft.

00:10:45: Also zwei Jahre war so ein bisschen Regelstudienzeit, könnte man sagen.

00:10:49: Und dann bin ich weggewechselt von Baden-Euner.

00:10:51: Das ist nun mal einfach so dieses Los.

00:10:54: Als Fußballerin, dass man dann auch einen Vereinswechsel drin hat nach Wolfsburg.

00:10:59: und in Wolfsburg wollte ich mein Studium nicht schon wieder verschieben, vielleicht an die Braunschweiger Uni oder irgendwo anders hin.

00:11:04: Ich hatte Angst, dass ich mal wieder meine Credit Points verlieren könnte und dann bin ich tatsächlich gependelt.

00:11:10: Also ich bin zweimal die Woche von Wolfsburg nach Köln gependelt, habe dort versucht, so viele Kurse wie möglich zu absolvieren, um voranzukommen.

00:11:18: Das heißt, ein Montag-Studientag war eigentlich von Ja, sieben, dreißig, acht Uhr, je nachdem, wann die Kurse angefangen haben, bis dann achtzehn Uhr vollgepackt und danach ist man nach Hause gefahren und an dem Donnerstag war es nur ein halber Tag, damit ich am Donnerstag noch das Mannschaftstraining ungefähr um siebzehn, dreißig geschafft habe in Wolfsburg.

00:11:37: Das war immer abhängig davon, wie auch die Verkehrslage war.

00:11:41: Aber es war eine spannende Zeit, dass man ja irgendwie ein paar hundert Kilometer entfernt studiert hat.

00:11:48: und anderen Herausforderungen bestehen musste.

00:11:52: Ja, Respekt.

00:11:52: Ich würde gerne nochmal kurz zurückkommen auf Ihre Anfänger der Studienzeit.

00:11:56: Tatsächlich, weil Sie gerade so schön gesagt haben, doch, doch, also gerade in Magdeburg so die ersten, ein, zwei Semester, die haben sich durchaus nach Studium angefühlt.

00:12:03: Gibt es schöne Erinnerungen, die Sie noch aus der Zeit haben?

00:12:06: Ja, super viele.

00:12:07: Also ich habe auch noch ein, zwei Mitstudenten, mit denen ich noch Kontakt habe.

00:12:12: Und

00:12:12: so,

00:12:14: ja.

00:12:15: Wie stellt man sich ein Studentenleben vor?

00:12:16: Eigentlich schon, dass man viele Leute kennenlernt, aber dass man auch abends mal rausgeht.

00:12:20: Und das war in Magdeburg sehr gut möglich.

00:12:23: Man muss auch sagen, dass es so eine studentenfreundliche Stadt war, dass die Preise vielleicht angemessener waren als in München oder vielleicht in Hamburg oder sonst irgendwie.

00:12:33: Deswegen war eine Wohnung bezahlbar und meistens ist dann am Ende des Monats auch noch ein paar Euro irgendwie übergeblieben, dass man Ja, Dienstags in die Baracke gehen konnte, am Mittwoch irgendwo in die Kiste auf dem Medizinkampus und wo es dann sonst noch solche Partys gab.

00:12:48: und es gab auch einige Studentenbars, die mir in Erinnerung geblieben sind.

00:12:52: und schöne Sache war zum Beispiel auch, ich habe zusätzlich am Mittwoch Vormittag, also meinen Verein damals in der zweiten Liga konnte kein Vormittagstraining anbieten, weil die Mädels alle nebenher gearbeitet haben.

00:13:03: Das heißt, es war nur eine Abendstrainingzeit und wenn man auf dem Sprung ist in die Nationalmannschaft.

00:13:09: muss man etwas mehr tun.

00:13:10: Und ich habe dann bei der U-Twenty des Magdeburger Männervereins, also das FC M mit trainiert.

00:13:16: Und das war immer Mittwochmorgen angesetzt.

00:13:18: Und dann konnte es passieren, dass man am Dienstagabend den einen oder anderen Verdächtigen schon in der Disco getroffen hat und sich dann schon abredet hatte, Mittwochmorgen fürs Training und geguckt hat, wer dann am besten durchkommt.

00:13:29: Aber ja, das war schon ein bisschen typische Studentenzeit.

00:13:33: Es hat sehr viel Spaß gemacht.

00:13:35: Ja, klasse.

00:13:37: Und jetzt nochmal nach vorne gespult, sozusagen in Ihrem Studienverlauf.

00:13:41: Dann kam diese Zeit des Pendelns.

00:13:44: Hat sie das auch mal auf die Probe gestellt?

00:13:46: Also, dass Sie mal überlegt haben, ach komm, ich breche das ab.

00:13:50: Das hat einen sehr, sehr stark auf die Probe gestellt.

00:13:53: Natürlich auch schon während der normalen Studienzeit ohne das Pendeln, weil man... Ja, man hatte immer einen Mehraufwand.

00:13:59: Man musste irgendwie seinen Studienplan schaffen und nebenher das Training und auch dann die ganzen Auswärtsreisen am Wochenende.

00:14:07: Meistens auch in den Semesterferien hatte man dann die intensivste Trainingsphase.

00:14:12: Also auch da ist man nie zur Ruhe gekommen.

00:14:13: Denn sowohl im Winter, sagen wir mal, Januar, Februar ist einfach Vorbereitungszeit im Fußball genauso.

00:14:19: Dann im Sommer, in diesem Juli, August liegt normalerweise ein Turnier.

00:14:23: Und deswegen hatte man über das ganze Jahr nie Ruhe.

00:14:27: Und das war schon sehr, sehr anstrengend.

00:14:30: Und es gibt natürlich auch solche Tabus.

00:14:33: Also ich kann nicht am Samstag oder am Freitagabend weggehen und mit den Studenten zusammen etwas machen, wenn ich am Sonntag ein Spiel habe, ein wichtiges.

00:14:41: Also das war dann nur, wenn dann unter der Woche möglich.

00:14:44: Da gab es natürlich auch viel Verständnis, aber ein Studium macht ja auch nur Spaß und Freude, wenn man Leute kennenlernt, wenn man eine Gemeinschaft hat und auch gemeinsam durch vielleicht schwierige Phasen durchkommt und gemeinsam Projekte macht.

00:14:57: Das war manchmal etwas anspruchsvoll zu verbinden, aber ich habe es glaube ich ganz gut hingekriegt und die Pendelai war dann noch zusätzlich.

00:15:04: Also ich bin froh, dass die Pendelai erst am Ende meines Studiums war, weil man dann sich auch schon eine Gemeinschaft in gewisser Weise aufgebaut hatte, auf die man sich dann verlassen konnte und auf die man auch zurückgreifen konnte, wenn es irgendwie Probleme gab.

00:15:17: Aber ja, es war ... Ja, es konnte sein, dass ich am Sonntagabend in München gespielt hatte und ich muss sehr trotzdem am Montagmorgen in Köln in der Uni sein.

00:15:28: Und genauso konnte es sein, dass wir ja an den Mittwoch, weil wir auch Champions League gespielt haben, sagen wir mal ein Spiel in Estland hatten und ich musste dann zu sehen, dass ich irgendwie am Donnerstag auch trotz dessen in der Uni sitze, also kann ich vielleicht am Mittwochabend noch wegfliegen und da bin ich auch dem Verein im VfL Wolfsburg sehr dankbar, dass sie mir geholfen haben, das zu organisieren, denn dass jemand einzeln von einem Mannschafts-Event abreißt.

00:15:50: ist nicht immer Gang und Gebe, sondern gerade wir in Deutschland versuchen, per Teamgeist immer alle gleich zu behandeln.

00:15:56: Das heißt, man ist mit der Mannschaft unterwegs und ist man auch mit der Mannschaft unterwegs.

00:16:00: Und ich habe da zum Glück für das Studium viele Ausnahmen bekommen, dass ich dann auch einzeln reisen konnte.

00:16:07: Aber ja, auch dieser noch mal weniger Ruhe, also einen Montag und ein Donnerstag gerade nach Spielen ist ja eher ein Regenerationstag.

00:16:16: Und für mich war es halt mein voller Studientag.

00:16:20: dann hat man natürlich auch keine Zeit für Regeneration.

00:16:23: Manchmal hat man das sogar noch beides gehabt.

00:16:25: Wenn jetzt an der Mittwoch kein Spiel war und Donnerstag vermeintlich Regeneration, dann war es ein Haupttrainingstag im Bezug auf das nächste Spiel am Sonntag.

00:16:33: Und wenn man von einem vollgepackten Unitag kommt, dann loshetzt, dass man auch wirklich diese drei, vier Stunden irgendwie Reisezeit hinbekommt, um wieder an die Trainingsstätte zukommen und dann sich noch voll aufs Training konzentrieren soll.

00:16:48: Ja, aber ... Man sagt ja immer, was eigentlich umringt, macht einen hart.

00:16:51: Also, als ich es danach fühlte, sie sich dann auch leicht an.

00:16:55: Und ich habe mich dann auch gefreut, dass zum Beispiel meine Praktika, also meine Hospitation, man muss auch zwei Praktika machen während des Studiums, dass ich die dann in Wolfsburg absolvieren konnte.

00:17:04: Und jetzt ist es tatsächlich immer noch so.

00:17:06: Ich bin scheinfrei.

00:17:07: Also, ich bin noch eingetragene Studentin.

00:17:11: Ich weiß gar nicht, welches Semester es jetzt ist.

00:17:13: Aber da gab es auch eine Besonderheit an der Sporthochschule in Köln.

00:17:17: Die Universitätsbibliothek war bis Corona nicht online zugänglich, sondern man konnte es nur von vor Ort machen.

00:17:25: Und seit Corona gibt es jetzt den online Zugang.

00:17:27: Und wenn man gerade schon das Leistungssport beschriebene Leben hat und dann noch mit einer Pendelai aus Wolfsburg, kann man ja auch nicht mal schnell irgendwann im Jahr in die Bibliothek sich für vier Wochen setzen und eine Literaturrecherche machen.

00:17:43: Ab dann Corona gab es immer noch mal ein bisschen andere Projekte.

00:17:47: Ich habe ja dann auch nebenher angefangen zu arbeiten.

00:17:50: Zum einen habe ich mal im Scouting für den Deutschen Fußballbund gearbeitet.

00:17:52: Da bin ich sehr dankbar drüber.

00:17:54: Ich habe danach dann auch als DV-Expert in arbeiten dürfen.

00:17:56: Das heißt auch in meiner Zeit, ohne Leistungssport, also wo es vielleicht mal ein bisschen ruhiger gewesen ist, habe ich dann keine Zeit gehabt, die Bachelorarbeit zu schreiben.

00:18:05: Aber jetzt, wo der Leistungssport beendet ist, habe ich das vor.

00:18:09: Und werde hoffentlich dann mal meine Scheinfreiheit, also meine ganzen Credit Points, die ich gesammelt habe, in dieser Arbeit umsetzen.

00:18:16: Guck mal, ob das in den nächsten Monaten gelingt.

00:18:19: Und haben Sie schon Thema in Aussicht?

00:18:22: Ja, ich habe darüber nachgedacht.

00:18:23: Mich hat die Europameisterschaft jetzt inspiriert, weil es eine sehr große Elfmeter-Thematik auch gab.

00:18:30: Das heißt, dass sehr viele Elfmeter verschossen wurden und auch nochmal eklatant auffallend in der KO-Phase.

00:18:37: ob man dazu eine kleine Recherche machen kann.

00:18:41: Woran das liegt?

00:18:42: Woran das liegt?

00:18:43: Also mit aktuellen Sprechen und ob man dann einen Zusammenhang herausfinden kann.

00:18:49: Ja, spannend.

00:18:50: Ich habe noch so viele Fragen, aber ein paar muss ich glaube ich noch loswerden.

00:18:54: Ich habe gerade versucht mir vorzustellen, wie Sie das dann überhaupt geschafft haben, im Kontext dieses vielen Reisens und so weiter, überhaupt Ihren Stoff zu bearbeiten.

00:19:02: Also muss man sich das so vorstellen, während die anderen halt vor der Playstation sitzen oder Musikern, da haben sie was anderes gemacht.

00:19:10: Ja und Jain.

00:19:11: Also klar habe ich dann versucht auf den ganzen Reisen gerade im Bus, im Flugzeuge oder sonst wenig was zu schreiben.

00:19:17: Auf der anderen Seite muss man sich das auch so vorstellen, dass es im Frauenbereich normal ist.

00:19:21: Ich bin ja nicht die Einzige nebenbei ein Studium gemacht hat oder gearbeitet hat, sondern das ist Usus.

00:19:28: Also alle... Frauen bereiten sich da auf die Karriere nach dem Sport oder auch auf die Karriere während des Sportes vor.

00:19:35: Und da gibt es von Schülerinnen, Studentinnen bis Auszubildenden, auch Berufstätigen gibt es da eigentlich alles.

00:19:41: Und deswegen war der Bus normalerweise so gestaltet, dass sagen wir mal, eighty-neinzig Prozent in dem Moment ebenfalls die Arbeitszeit genutzt haben.

00:19:51: Natürlich gab es auch immer ein paar, die gesagt haben, nee, ich... kann jetzt gerade nicht oder ich habe mein Pensum schon geschafft.

00:19:56: Das heißt, ich habe dann Musik gehört, ein Buch gelesen oder vielleicht auch ein Film geguckt.

00:20:00: Aber die meisten hatten ihre Arbeitsunterlagen mit und haben das dann genauso gehandhabt wie wir.

00:20:06: Ich denke, dass es im Männerbereich vielleicht mehr dem Klischee nahekommt, sich dann auch im Bus mit was anderem zu beschäftigen und dass es vielleicht jetzt auch mehr wird auf den Reisen, weil immer mehr Frauen auch diesen Profistatus bekommen, dass sie davon zu der Zeit leben können.

00:20:21: dass man dann nicht mehr den ganz großen Aufwand hat, überall seine Bücher und Unterlagen mit hinzuschleppen.

00:20:28: Und Sie hatten vorhin schon kurz erwähnt, dass es wohl auch noch Menschen gibt aus der Studienzeit, mit denen Sie Kontakt haben.

00:20:33: Also ist das so, aus der Zeit des Unilems, so Menschen, die vielleicht auch gar nicht in der Fußballbubble sind?

00:20:39: Ja, auf jeden Fall.

00:20:40: Also die gibt es, die wirklich auch nicht in der Fußballbubble sind, die teilweise auch aus einer anderen Sportart kommen.

00:20:46: oder in denen jetzt komplett anderen Beruf gewählt haben.

00:20:50: Also ja, es macht auch dadurch dann große Freude, dass man dann wie so ein, zwei, drei Leute hat, die bleiben.

00:20:57: Ich habe schon das Gefühl, wenn ich jetzt mich auch mit meinen Geschwistern vergleiche oder mit meinem Mann, dass die nochmal mehr Kontakte zu ihren Mitstudenten und Mitstudentinnen haben, so im Nachhinein bei mir sind es dann vielleicht nur ein Drittel oder ein Viertel von der Anzahl, aber die sind immer noch da und darüber freue ich mich sehr.

00:21:16: Und ja, das ist halt aus der Schulzeit genau das Gleiche.

00:21:19: Also meine Kontakte aus der Schulzeit sind nicht mehr ganz so zahlenmäßig, wie es bei den anderen der Fall ist.

00:21:27: Das ist bedingt durch den Leistungssport, weil man ja schneller vielleicht daraus kommt und auch noch mal einen anderen Kontaktkreis bekommt.

00:21:34: Also sehr, sehr früh durch die verschiedenen Mannschaften, durch die man läuft und man schafft dann nicht mehr zu allen Kontakt zu halten.

00:21:41: Aber es gibt immer noch welche, mit denen man dann sehr, sehr eng ist.

00:21:47: Und wenn sie jetzt, also klingt ja so, dass es alles gut sich ausgeht, sie haben jetzt eine schöne Karriere auch gefunden.

00:21:54: Trotzdem die Frage, wenn sie jetzt nochmal entscheiden könnten, was sie studieren, würde noch was anderes in Frage kommen oder zum Beispiel auch an der Uni Hamburg, sie haben ja auch mal gewohnt.

00:22:06: Also es gab immer andere Möglichkeiten, das Sportsturm hat sich ja, wie schon beschrieben, sehr gut ergänzt mit dem Leistungssport.

00:22:13: Aber ich hatte auch überlegt, in Richtung Mathematik vielleicht was zu machen.

00:22:18: Das hat mich sehr interessiert, war auch eine meiner Leistungskurse im Abitur.

00:22:22: Ich habe mich immer sehr viel Geografie interessiert.

00:22:25: Also gab noch mehr Optionen, aber es war schon vielleicht eher naturwissenschaftlich oder auch geisteswissenschaftlich geprägt, als es jetzt in die sprachliche Richtung gegangen wäre.

00:22:38: Okay, klasse.

00:22:40: Wir kommen so lange noch zum Schluss und ich habe noch zwei Fragen für Sie.

00:22:44: Die eine wäre, wie wäre das denn aus der Sicht der zwanzigjährigen Almut?

00:22:50: Was würde die heute an der Almut heute am meisten überraschen und worauf wäre sie vielleicht so still stolz?

00:22:58: Puh, eine sehr gute Frage, die zwanzigjährige.

00:23:03: Ja, also sie wäre auf jeden Fall stolz.

00:23:08: was sie erreicht hat, also sowohl fußballerisch als auch nebenher, also dass ich so als Vorbild gesehen werde, dass ich auch bei vielen Sachen irgendwie die erste war in Deutschland und dass ich auch viel Mut bewiesen habe in meiner Karriere, denn Mut ist immer was, was ich mir vorgenommen habe, einfach auch selber Vorstellung zu haben und diese Versuchungen umzusetzen.

00:23:33: Und anders machen, ich weiß gar nicht, ob sie irgendwas anderes machen wollen würde, denn Auch der zwanzigjährigen war schon bewusst, dass das Leben immer fließend weitergeht.

00:23:45: Also es gibt nie einen Stopppunkt und eigentlich ist das Leben viel zu schön, um irgendwas nachzutrauen.

00:23:51: Und wenn man zu jedem Zeitpunkt sagen kann, dass man glücklich ist, hat man etwas richtig gemacht.

00:23:56: Und ich war damals schon dann doch schon wieder sehr glücklich, weil ich auch eine Zeit hatte, gerade am Anfang, sagen wir mal das Leistungssports, wo ich ausgezogen bin mit sechzehn.

00:24:06: da hatte ich eine Zeit, wo ich wirklich gemerkt habe, was für mich schätzbar ist im Leben.

00:24:12: Denn ich hatte vorher eine intakte Familie, also die habe ich dann immer noch gehabt, aber ich war nicht mehr vor Ort, sondern ich war plötzlich alleine in einer großen Stadt.

00:24:20: Ich hatte diesen Traum vom Leistungssport und habe irgendwie gedacht, wenn ich in der ersten Bundesliga spiele, dann wird das schon alles werden, weil sich jemand um mich kümmert.

00:24:28: Und plötzlich stand ich halt alleine in einer Einzimmerwohnung mit Kochnische in der Einflugsneise vom Flughafen.

00:24:35: Damals konnte man auch noch nicht so richtig die Kommunikationsmittel nutzen, die man heute hat.

00:24:39: Das heißt, wenn ich eine E-Mail schreiben wollte, dann musste ich in den Computerraum der Schule fahren, weil ich mir selber kein Internet leisten konnte.

00:24:45: Und auch das Handy hatte noch keine Flatrate.

00:24:47: Also zu Hause anrufen waren wir einmal so am Wochenende am besten für fünf bis zehn Minuten, weil es ansonsten zu teuer war.

00:24:53: Und man hatte auch kein Deutschlandticket, um überall hinzufahren, sondern die Fahrtkosten nach Hause waren sehr hoch und sehr aufwendig.

00:25:01: Und plötzlich für alles alleine verantwortlich zu sein und dann vielleicht auch nicht diese Internatsunterstützung zu haben, wie viele männliche Fußballer war herausfordernd.

00:25:10: Und dann kommt man auch mit sechzehn in eine Schulstruktur hinein, hochpuppert her.

00:25:16: Das ist dann auch nicht so einfach, wenn man viele Fehlzeiten hat und dann vielleicht noch eine gute Schülerin ist, in eine Gemeinschaft hineinzukommen.

00:25:22: Das heißt, ich habe auch wirklich mit meinen ehemaligen Mitschülern aus Hamburg gar keinen Kontakt mehr.

00:25:27: Also das ist eine der wenigen Stationen, wo ich Wo ich niemand mehr habe, ist aber wirklich dadurch geprägt, dass, glaube ich, viele Hormoneinfluss bei den einzelnen Akteuren gab.

00:25:40: Und da hat man dann gemerkt, was macht mich dann eigentlich glücklich?

00:25:43: Und das ist nicht nur der Leistungssport, sondern vieles drum herum und auch viele Entscheidungen, die man zu treffen hat.

00:25:47: Deswegen war ich mit zwanzig, glaube ich, schon an dem Punkt, wo ich irgendwie wusste, was ich im groben möchte.

00:25:53: Und jetzt kann ich sagen, ich bin diesen Weg weitergegangen und fühle mich damit sehr wohl.

00:26:00: Da ich trotzdem noch eine Abschlussfrage an Sie, das geht schon in die ähnliche Richtung, ist die Frage, wenn Sie die Gesetze der Physik außer Kraft setzen könnten und jetzt doch der zwanzigjährigen Almut noch mal was zurufen könnten.

00:26:12: Das wäre das oder ein Rat, eine Warnung.

00:26:16: Also natürlich könnte ich Sie warnen vor ein oder zwei Sachen, weil manche Situationen dann vielleicht... vermieden hätten werden können.

00:26:26: Man hat ja immer peinliche Situationen, an denen man sich erinnert und sagt, oh Gott, also das will ich nicht nochmal erleben oder ich bin froh, dass da irgendwie Gras über die Wache gewachsen ist.

00:26:35: Auf der anderen Seite würde ich auch sagen, ich weiß nicht, ob das Schicksal mich an die gleiche Stelle jetzt gebracht hätte, wenn ich eine andere Abzweibung nehme oder wenn ich diese zwanzigjährige warne würde.

00:26:45: und da ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin, würde ich glaube ich bei dieser zwanzigjährigen überhaupt nicht eingreifen wollen, weil das Schicksal irgendwie immer dann weitergeht und man trifft vielleicht jemand aus einem Grund, der vor drei Jahren gewesen ist und manchmal bekommt man die Verbindung und manchmal bekommt man sie nicht.

00:27:01: und ohne die ganzen Erfahrungen, auch peinliche Erfahrungen oder vermeintliche negative Erfahrungen oder Fehler, wäre vielleicht auch mein Charakter anders geprägt worden und deswegen ist alles gut, so wie es ist.

00:27:14: Was für ein schönes Schlusswort, Frau Schult.

00:27:16: Ganz herzlichen Dank für das schöne Gespräch und vielen Dank, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben.

00:27:20: Ja, vielen Dank

00:27:22: für die Einladung und auch alles Gute und tolle Folgen weiterhin.

00:27:27: Danke, tschüss.

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